Parking Day 2026 - Umbau der Friedrich-Ebert-Straße gefordert
Bremen, 17.9.2026. Anlässlich des weltweiten Parking Day 2026 fordert die Elterninitiative SiWeKi („Sichere Wege für Kinder in der Bremer Neustadt“) einen umfassenden und zukunftsorientierten Umbau der Friedrich-Ebert-Straße (FES). Die zentrale Lebens- und Verkehrsachse im Bremer Süden trennt derzeit benachbarte Wohnquartiere wie eine Schneise und birgt erhebliche Risiken – insbesondere für Kinder und Jugendliche.
Überbreite Fahrbahnen, schmale und überlastete Seitenräume sowie massive Lärm- und Abgasbelastungen prägen heute den Straßenraum der Friedrich-Ebert-Straße. Für die vielen Heranwachsenden im Stadtteil ist dies eine tägliche Gefahr: Wichtige Bildungseinrichtungen wie die Grundschule an der Kantstraße, das Schulzentrum Inge Katz sowie umliegende Kitas und weitere Schulen liegen auf unterschiedlichen Seiten der Magistrale. Täglich müssen Schülerinnen und Schüler die mehrspurige Trasse queren oder sich ihren Weg auf engen Geh- und Radwegen bahnen.
„Der heutige Zustand spiegelt die Bedürfnisse der Menschen vor Ort kaum noch wider. Wir brauchen endlich eine gerechte Raumaufteilung, die schwächeren Verkehrsteilnehmenden Schutz bietet und den Kindern einen sicheren, selbstständigen Schulweg ermöglicht“, so die Initiative SiWeKi.
Konkret fordert die Elterninitiative anlässlich des Parking Days:
- Tempo 30 auf der gesamten Strecke: Eine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung entlang der gesamten Friedrich-Ebert-Straße zur Reduzierung von Gefahren und Lärm.
- Zwei baulich getrennte Radwege (Protected Bike Lanes): Echte, geschützte Radfahrstreifen in jede Fahrtrichtung, um Radfahrenden – von Schulkindern bis Senior*innen – angstfreies Vorankommen zu sichern.
- Mehr und sicherere Querungsmöglichkeiten: Zusätzliche Übergänge für zu Fuß Gehende, insbesondere in Höhe des Leibnizplatzparks.
- Verkehrssicherer Umbau der Knotenpunkte: Umgestaltung der wichtigen Kreuzungen mit innovativen Sicherheitslösungen, unter anderem durch Rundumgrün für Fuß- und Radverkehr.
Mit diesen Maßnahmen soll die Friedrich-Ebert-Straße von einer gefährlichen Barriere wieder zu einem lebendigen, lebenswerten und sicheren Stadtraum für alle Generationen werden.